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    Balkonspeicher: Preis pro kWh im Vergleich

    Von Eric Wilkinson · Aktualisiert am 18. Juli 2026 · Quellen unten verlinkt

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der günstigste Balkonspeicher im Preistracker liegt bei rund 281 €/kWh (Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh): 1,6 kWh für 449 €).
    • Über alle 11 Speicher mit bekannter Kapazität reicht die Spanne von rund 281 €/kWh bis über 743 €/kWh, mehr als das Doppelte für dieselbe gespeicherte Kilowattstunde.
    • Nicht der Gesamtpreis entscheidet, sondern der Preis je nutzbarer kWh: Kaufpreis geteilt durch nutzbare Kapazität macht große und kleine Speicher vergleichbar.
    • Faustregel aus unserer Wirtschaftlichkeitsrechnung: Ein Speicher unter rund 350 €/kWh hat die realistischste Chance, sich über seine Lebensdauer zu rechnen.
    Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh): 281 €/kWh (1,6 kWh, 449 €)Anker SOLIX SolarbSolarbank 2 E1600 Plus (1600Wh): 281 €/kWh (1,6 kWh, 449 €)Solarbank 2 E1600 Anker SOLIX BP2700 Erweiterungsakku (2688Wh): 297 €/kWh (2,7 kWh, 799 €)Anker SOLIX BP2700Solarbank 2 E1600 (Generalüberholt): 300 €/kWh (1,6 kWh, 479 €)Solarbank 2 E1600Anker SOLIX Solarbank 2 AC E1600 inkl. Smart Meter: 312 €/kWh (1,6 kWh, 499 €)Anker SOLIX SolarbAnker SOLIX Solarbank 2 E1600 Serie (1600Wh): 312 €/kWh (1,6 kWh, 499 €)Anker SOLIX SolarbAnker SOLIX Solarbank 2 Pro E1600 inkl. Smart Meter: 312 €/kWh (1,6 kWh, 499 €)Anker SOLIX SolarbAnker SOLIX Solarbank 4 Pro E5000 inkl. Smart Meter Gen 2: 320 €/kWh (5 kWh, 1.599 €)Anker SOLIX Solarb

    Die günstigsten Balkonspeicher nach Preis je kWh Kapazität, günstigster Wert hervorgehoben

    Quelle: Preistracker balkonertrag.de · 11 Speicher mit bekannter Kapazität

    Warum der Gesamtpreis beim Speicher in die Irre führt

    Ein Balkonspeicher wird fast immer über seinen Gesamtpreis verkauft: „449 €", „899 €", „ab 1.299 €". Für die Kaufentscheidung ist diese Zahl aber fast wertlos, denn sie verrät nicht, wie viel Strom du dafür überhaupt speichern kannst. Ein günstig wirkendes 449-Euro-Gerät kann pro gespeicherter Kilowattstunde teurer sein als ein Modell für den doppelten Preis, nur weil es viel weniger Kapazität hat. Die einzig faire Vergleichsgröße ist deshalb der Preis je Kilowattstunde (€/kWh): Kaufpreis geteilt durch die Speicherkapazität.

    Genau danach haben wir alle Speicher aus unserem Preistracker sortiert, für die eine Kapazitätsangabe vorliegt, aktuell 11 Modelle. Die Spanne ist gewaltig: Sie reicht von rund 281 €/kWh beim günstigsten Angebot bis über 743 €/kWh bei den teuersten. Für dieselbe eingespeicherte Kilowattstunde zahlst du am oberen Ende also mehr als das Doppelte.

    So rechnest du den Preis je kWh selbst aus

    Die Formel ist simpel: Preis je kWh = Kaufpreis ÷ Kapazität in kWh. Der aktuell günstigste Speicher in unserer Auswertung, Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh) von Anker SOLIX, kostet 449 € bei 1,6 kWh Kapazität. 449 € geteilt durch 1,6 kWh ergibt rund 281 €/kWh, der beste Wert im Feld. Ein baugleich wirkendes System mit 5 kWh für 2.500 € läge dagegen bei 500 €/kWh und wäre pro Kilowattstunde fast doppelt so teuer, obwohl es „mehr Speicher fürs Geld" verspricht.

    Mit dieser einen Rechnung werden große und kleine Speicher, Marken- und No-Name-Geräte auf einmal vergleichbar. Sie ist auch der Grund, warum ein reiner Blick auf die Preistabelle täuscht: Sortiere lieber nach €/kWh als nach Kaufpreis. Wie sich die Marken insgesamt schlagen (von Anker über EcoFlow bis Zendure) zeigt unser Marken-Vergleich.

    Nutzbare statt nominaler Kapazität: der Haken bei der Kennzahl

    Eine ehrliche €/kWh-Rechnung hat einen Fallstrick: Fast alle Hersteller nennen die nominale Kapazität, also die Bruttogröße des Akkus. Nutzbar sind davon je nach System aber nur etwa 90–95 %, weil eine vollständige Tiefentladung die Lithium-Zellen schädigen würde. Ein „2,0-kWh-Speicher" liefert dir im Alltag also eher 1,8 kWh. Der reale Preis je nutzbarer kWh liegt damit etwas über dem Wert, den die Datenblattkapazität suggeriert.

    Für den Vergleich untereinander spielt das kaum eine Rolle, solange du für alle Geräte dieselbe Basis nimmst (also durchgehend Nominal- oder durchgehend Nutzkapazität). Wichtig wird es erst bei der Wirtschaftlichkeit: Weil du weniger Strom zwischenspeichern kannst, als draufsteht, sollte deine Amortisationsrechnung mit der nutzbaren Menge rechnen. Wie viel dein Speicher überhaupt an zusätzlichem Eigenverbrauch bringt, rechnest du im Speicher-Rechner aus.

    Die Spanne im Preistracker: von 281 bis über 743 €/kWh

    Das Balkendiagramm oben zeigt die 8 günstigsten Speicher unserer Auswertung, sortiert nach €/kWh. Ganz unten stehen kompakte Systeme wie Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh) mit rund 281 €/kWh; nach oben ziehen vor allem größere Marken- und Hochleistungsspeicher mit mehr Zyklen, App-Steuerung und Notstromfunktion. Über das gesamte Feld der 11 Modelle reicht die Spanne bis über 743 €/kWh.

    Wichtig zur Einordnung: Ein hoher €/kWh-Preis ist nicht automatisch „zu teuer". Ein Speicher mit 6.000 statt 3.000 Ladezyklen darf pro kWh mehr kosten, weil er über die Lebensdauer doppelt so oft nachlädt. Trotzdem ist die Kennzahl der beste Startpunkt: sie deckt genau die überteuerten Angebote auf, die mit einem niedrigen Gesamtpreis oder einer großen kWh-Zahl auf dem Karton werben. Die tagesaktuelle Rangliste findest du jederzeit im Preistracker.

    Wann sich ein Balkonspeicher über den Preis je kWh rechnet

    Der €/kWh-Wert ist nicht nur zum Vergleichen da: er ist auch die Brücke zur Frage, ob sich ein Speicher überhaupt lohnt. In unserer Wirtschaftlichkeitsrechnung hat sich als grobe Schwelle herauskristallisiert: Ein Balkonspeicher unter rund 350 €/kWh hat die realistischste Chance, seine Kosten über die Lebensdauer wieder einzuspielen. Der Grund ist einfach: ein Speicher spart nur so viel, wie er über die Jahre an Strom nachlädt, und diese Menge ist begrenzt.

    Liegt ein Speicher deutlich über dieser Schwelle, kann er sich trotzdem lohnen, wenn du sehr viel Strom abends verbrauchst oder von dynamischen Tarifen und Netzladen profitierst. Aber der Aufpreis muss sich rechnen. Ob du überhaupt einen Speicher brauchst, klärt der Artikel Balkonkraftwerk mit oder ohne Speicher; die konkreten Jahre bis zur Amortisation liefert unsere Amortisationsrechnung.

    Fazit: So vergleichst du Balkonspeicher richtig

    Lass dich nicht vom Gesamtpreis blenden. Teile jeden Kaufpreis durch die (am besten nutzbare) Kapazität, sortiere nach €/kWh und ziehe die 350-Euro-Schwelle als groben Kompass heran. Der günstigste Speicher in unserem Preistracker liegt derzeit bei rund 281 €/kWh, das teuerste Ende bei über 743 €/kWh, dazwischen entscheidet die Kennzahl, ob du fair oder viel zu viel zahlst. Was ein Komplettset mit Speicher aktuell kostet, ordnet Was kostet ein Balkonkraftwerk 2026? ein; deinen persönlichen Nutzen rechnest du im Speicher-Rechner durch.

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    Eric Wilkinson · Gründer & Betreiber

    Ich betreibe Balkonertrag allein, kein Fachbetrieb, kein Installateur, keine Redaktion. Was ich beitrage, ist Methode: Ich werte offene Daten aus (Marktstammdatenregister, PVGIS, Strombörse), nenne zu jeder Zahl die Quelle und kennzeichne, was sich noch nicht belegen lässt. Wo die Daten nichts hergeben, steht hier nichts: lieber eine Lücke als eine erfundene Zahl.

    Aktualisiert am 18. Juli 2026 · Redaktionelle Grundsätze · Quellen dieses Artikels

    Häufige Fragen

    Was ist ein guter Preis pro kWh bei einem Balkonspeicher?
    Als günstig gilt aktuell alles unter rund 350 €/kWh. Im Preistracker von Balkonertrag beginnt die Spanne bei etwa 281 €/kWh (Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh)) und reicht bis über 743 €/kWh. Premium-Systeme mit hoher Zyklenfestigkeit liegen bewusst höher. Ob sich das lohnt, hängt von deinem Eigenverbrauch ab.
    Warum ist der Preis je kWh wichtiger als der Gesamtpreis?
    Ein 449-Euro-Speicher kann teurer sein als ein 899-Euro-Speicher, wenn der Erste nur 1,6 kWh und der Zweite 5 kWh speichert. Erst wenn du den Kaufpreis durch die Kapazität teilst, vergleichst du das, was du wirklich kaufst: gespeicherten Strom. Der Gesamtpreis allein sagt nur, wie viel Geld weg ist, nicht wie viel Speicher du dafür bekommst.
    Was ist der Unterschied zwischen nominaler und nutzbarer Kapazität?
    Die nominale (auf der Verpackung genannte) Kapazität ist die Bruttogröße des Akkus. Nutzbar sind je nach System nur etwa 90–95 % davon, weil eine Tiefentladung die Zellen schont. Der ehrlichere €/kWh-Wert bezieht sich auf die nutzbare Kapazität. Er fällt also etwas höher aus als die reine Rechnung mit dem Nominalwert.
    Welcher Balkonspeicher hat aktuell den besten Preis pro kWh?
    Im Preistracker führt derzeit Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 AC (1600Wh) mit rund 281 €/kWh (1,6 kWh für 449 €). Die Rangfolge ändert sich mit jeder Preisaktualisierung: den tagesaktuellen Stand siehst du im Preistracker.
    Ab welchem Preis je kWh lohnt sich ein Balkonspeicher?
    Als Faustregel rechnet sich ein Speicher am ehesten unter etwa 350 €/kWh. Darüber wird es eng, weil ein Balkonspeicher über seine Lebensdauer nur eine begrenzte Zahl an Kilowattstunden nachlädt. Rechne deinen konkreten Fall im Speicher-Rechner durch, bevor du kaufst.

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    Quellen

    1. Balkonertrag – Preistracker Balkonspeicher (eigene Auswertung)
    2. Balkonertrag – Lohnt sich ein Balkonspeicher?
    3. heise online – Tests und Ratgeber zu Balkonkraftwerk-Speichern
    4. Verbraucherzentrale – Steckersolar / Balkonkraftwerk

    Alle Angaben ohne Gewähr. Rechtliche Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung. Stand: 18. Juli 2026.